Technik
Wie und wo sonst trainiert man 90% der gesamten Muskulatur, …. und, so man dabei noch lächelt, sind´s 95%.

Dabei ist NORDIC WALKING ein sanftes Ganzkörpertraining, das ganzjährig in freier Natur ausgeübt werden kann, also auch im Winter.

Die Lauftechnik des Nordic Walking gleicht der Bewegungsausführung des Skilanglaufes und ist sehr einfach zu erlernen. Nordic Walking nutzt den physiologischen, diagonalen Bewegungsablauf beim Walken durch den bewussten Stockeinsatz. Der rechte Stock hat Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt und umgekehrt.

Beim ersten Einsatz der Nordic Walker werden die Stöcke angezogen und mit hängendem Arm losgelaufen. Nach einigen Schritten lässt man nun einfach den ganz normalen Armschwung zu. Dieses leichte Schwingen wird im nächsten Schritt durch den bewussten Einsatz der Stöcke unterstützt. Die Grundtechnik ist bereits erlernt.

Die Stöcke zeigen beim Schwingen und Aufsetzen schräg nach hinten. Die Arme werden nah am Körper geführt. Durch die Konstruktion der Schlaufe müssen die Stockgriffe nicht während des gesamten Trainings gehalten werden. Auch bei geöffneten Händen wird die Kraft der Arme auf die Stöcke übertragen. Somit ergibt sich ein ermüdungsfreies Training für die Arm- und Schultermuskulatur. In der Regel wird der Stock beim Aufsetzen kurz gegriffen, die Kraft aus den Armen zum Nordic Walker übertragen. Dieser wird im weiteren Bewegungsablauf nach hinten weggeschwungen, wobei sich die Hand beim Schwung öffnet um sich erst kurz vor dem erneuten Aufsetzen zu schließen.

Weitere Varianten sind Jogging und Jumping (maximal 20 Sprünge). So ergibt sich die Möglichkeit eines Intervalltrainings mit niederen Belastungsstufen bis hin zum High Impact Workout.

Durch einen kräftigen Einsatz der Arm- und Oberkörpermuskulatur kann das Walkingtempo erhöht und somit die Effektivität der Trainingseinheit gesteigert werden. Durch verschiedene Schrittvarianten, z.B. schnelle Trippelschritte, große, weit ausladende Schritte oder den gleichzeitigen, parallelen Stockeinsatz sind Abwechslung und Spaß garantiert. Der Oberkörper ist während des Trainings aufgerichtet, der Brustkorb etwas angehoben und die Schultern leicht zurückgezogen. Diese Haltung garantiert eine optimale Aufnahmefähigkeit für Atemluft und Sauerstoff.

Das Öffnen der zuvor geschlossenen Hand ist wichtig. Der häufigste Fehler und das Problem bei Neueinsteigern ist, dass sie das Handöffnen vergessen bzw. die Technik noch nicht beherrschen. Der positive Effekt des Nordic Walking fehlt. Durch das ständige Öffnen und Schließen der Hände kommt es zu einem Muskel – Pumpeffekt, einem abwechselnden Anspannen und Entspannen der Arm – und Schultermuskulatur. Diese Pumpbewegungen und der gleichzeitige Einsatz der Stöcke bewirken eine sehr gute Durchblutung im gesamten Bereich von Oberkörper, Schulter und Nacken, bis hin zum Kopf.

Zusammenfassung
Beim Erlernen der Nordic - Walkingtechnik

• Nicht zu viel Denken - sonst kommt man schnell aus dem Rhythmus
• Diagonalen Rhythmus finden - kein Passgang (Kamelgang)
• Arm nach vorn schwingen (dem kleinen Kind die Hand reichen)
• Fest geschlossene Faust ("Zitrone auspressen")
• Langer Arm (nach hinten strecken mit gleichzeitigem Öffnen der Hand)
• Oberkörperrotation und Vorwärtsbewegung der Hüfte
• Kraftvolles Aufsetzen des Stocks und dynamischer Fußabdruck (Abrollen des Fußes über die große Zehe)

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